Trollskogen – der verzauberte Wald am Ende von Öland

 


Bereits bei der Ankunft flüstern die krummen Bäume: Hier ist etwas anders. Die knorrigen Kiefern, Efeu, Moos – kein Wunder, dass der Name „Zauberwald“ hier Programm ist. Die Trolleken, eine ehrwürdige Eiche, steht da wie eine alte Wächterin. Und das schon seit etwa 900 Jahren! So alt muss man erst einmal werden, selbst als Baum!





Am Küstenpfad stolpert man über das Wrack der Swiks – ein verrosteter und verwitterter Schiffsrumpf zwischen Kieseln und Brandung. Fast wie ein Fundstück aus einem Abenteuerfilm liegt das Schiffswrack dort schon seit 1926, also seit fast 100 Jahren.

Ein spannendes Stück Geschichte und ein tolles Fotomotiv. Das finden aber auch andere und so musste ich den kurzen Moment, den ich allein am Schiffswrack hatte, ausnutzen und schnell ein paar Fotos machen, bevor die vielen anderen Menschen ankamen und mir ins Bild rannten, um Selfies vor der Swik zu machen. 




Schöne Orte locken eben viele Menschen an. Das muss man wissen, denn allein ist man hier meist nur kurz.

Aber schlimmer als viele Menschen sind viele Mücken. Und die gab es im Sommer hier reichlich. Darum, ganz wichtig: Mückenschutz mitbringen! Am besten schon vor der Wanderung auftragen! Ich hatte (natürlich) nicht daran gedacht und stand plötzlich mit heruntergelassener Hose und wild um mich schlagend an der Küste und habe eilig versucht mich mit "Mygga" einzucremen. 

Zum Glück war das einer der kurzen Momente, in denen keine anderen Leute da waren. Die hätten sonst was zu Gucken gehabt. 😅

Danach konnte es deutlich entspannter weiter gehen.



Die Wanderwege führten vorbei an windgeformten Trollen in Kiefernform, an mystischen Grabmalen und Kühen. Ja, richtig gelesen! Es laufen dort Kühe durch den Wald und versperren auch gerne mal die schmalen Wege, weil natürlich genau dort die leckersten Blätter des Waldes wachsen. Aber mit etwas Geduld lassen sie einen irgendwann vorbei.


Da steht ein Pferd aufm Flur?? Nee, ne Kuh aufm Wanderweg. 😅 Auf Öland keine Seltenheit. 



Nice to have: Am großen Parkplatz gibt es ein Infocenter. Ein Häuschen voller Erklärungen, Kaffee, Eis und Toiletten – alles da, was das Herz begehrt. Okay, fast alles. Eine schöne kalte Cola hätte ich an so einem warmen schwedischen Sommertag auch gern genommen. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau, wo wir sonst bei unseren Wanderungen nichts von alldem haben.



Es war eine leichte und abwechslungsreiche Wanderung – und außerdem meine 400. Tour mit Komoot! 🎉 Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist!

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